Fritz Karschner CD Cover

Fritz Karschner (1886-1970)

Hier finden Sie die CD "Leben - wie schön!" mit 21 Klavierliedern. Hier die Noten im PDF-Format.

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ViSdLPG: Helgard Heger, Nufringen
Fritz Karschner wurde am 9. Mai 1886 als Nachfahre schlesischer Gutsbesitzer in Leipzig geboren. Sein Vater war Kaufmann, Fritz trat in seine Fußstapfen und wurde Generalvertreter für Webwaren und Knöpfe westdeutscher Firmen. Er flüchtete nach Köln, wo seine Tochter mit ihrer Familie seit deren Flucht 1946 lebte.

Fritz Karschner befasste sich mit Fremdsprachen, Literatur und Musik. Er spielte Tennis, schwamm und fuhr Ski. Neben Aufenthalten mit seiner Familie in Marienbad unternahm er Kulturreisen nach Ägypten, Italien und Griechenland.

Nachdem es ihm mit ungefähr 50 Jahren nicht mehr genügte, nur Klavier und Violine zu spielen, begann er in den 30er Jahren Gedichte von Eleonore Lorenz, einer der bekanntesten deutschen Lyrikerinnen seiner Zeit, sowie eigene Texte zu vertonen. Kammersängerin Irma Beilke, die an den Staatsopern von Berlin und Wien als lyrischer Koloratursopran sang, und andere Sänger nahmen seine Klavierlieder in ihr Repertoire auf. Sie waren im alten Gewandhaus zu Leipzig und auch im Rundfunk zu hören. Im Laufe des Zweiten Weltkrieges gerieten seine Lieder in Vergessenheit - und verblieben im Verborgenen.

Fritz Karschner arbeitete bis zu seinem achtzigsten Lebensjahr, da seine Immobilien in der DDR, seine Altersrente sowie seine Lebensversicherung nach der Übersiedlung in den Westen verloren waren. Die letzten vier Jahre seines Lebens verbrachte er bei einer Bekannten in Hannover, wo er am 1. Mai 1970 verstarb.